Büchsenpatronen für Jagd und Schießsport

Eine Vielzahl an unterschiedlichen Kalibern, Laborierungen und Geschossen stellt sicher, dass dem Sportschützen und Jäger die passende Büchsenmunition für den gedachten Einsatzzweck zur Verfügung steht. Neben Vollmantelmunition zum sportlichen Schießen und zu Übungszwecken gibt es auch Jagdmunition für Büchsen mit speziellen Geschosskernen. Je nach Projektildurchmesser wird in Kleinkalibermunition und Großkalibermunition unterschieden.

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Kaliber für Schießsport und Jagd

Als Kleinkaliber wird im Allgemeinen alle Munition bis zum Kaliber .22 bezeichnet. Üblicherweise handelt es sich dabei um Patronen mit Randfeuerzündung, die Zündmasse befindet sich also im Rand des Patronenbodens. Jagdlich werden diese Kaliber gern als „Schonzeitpatrone“ bezeichnet, da sie nicht auf Reh- und Hochwild zugelassen sind, sich aber zur Raubwildbejagung eignen. Für die Jagd auf Rehwild schreibt der Gesetzgeber Munition mit einer Mindestenergie von 1000 Joule beim Auftreffen in 100 m Entfernung vor, die Patrone im Kaliber .222 rem. Ist die kleinste Patrone, die diese Bedingung erfüllt. Um als hochwildtaugliches Kaliber zu gelten, muss die Patrone eine Auftreffenergie (E 100) von wenigstens 2000 Joule und einen Geschossdurchmesser von mindestens 6,5 mm aufweisen. Hierbei gilt: Das Kaliber sollte auf das Wild abgestimmt sein. Hier gilt es einen Kompromiss zu finden zwischen möglichst wildbretschonender Zielballistik und Effektivität. Die Waffe sollte jedoch nicht nur in Kalibergröße auf das Wild angepasst sein. Die Schussentfernung ist eine weitere wichtige Größe, denn die Rasanz der Munition beeinflusst die Flugkurve und damit die Treffergenauigkeit auf weite Strecken. Bei der Jagd im Gebirge wird grundsätzlich Munition mit hoher Rasanz und damit einer sehr gestreckten Flugbahn eingesetzt.

Vollmantel- und Teilmantelgeschosse

Während für Schießtraining und Wettkampf Kugelmunition mit Vollmantelprojektilen eingesetzt wird, verlangt die Jagd einen anderen Typ Munition: Teilmantelgeschosse, die im Wildkörper sofortige Wirkung entfalten und ihre gesamte Kraft durch Aufpilzen oder Zerlegen abgeben, ermöglichen eine tierschutzkonforme Jagd. Eine rasche Wirkung und ein Ausschuss sind hier nicht nur wünschenswert, sondern schlicht notwendig. Auf der Schießbahn hingegen ist nur das Verhalten bis zum Auftreffen auf der Zielscheibe interessant. Die günstigere Vollmantelmunition bewährt sich hier bestens, um seine Fertigkeiten zu trainieren und sich im jagdlichen Schießen zu messen.

Bleifreie Jagdmunition

Mittlerweile ist in immer mehr Bundesländern Vorschrift, zu Jagdzwecken ausschließlich Büchsenmunition ohne gesundheitsgefährdende Bestandteile zu nutzen. Faktisch bedeutet das, dass die Geschosskerne aus bleifreien Legierungen bestehen. Kupfer-Zink-Legierungen wie beispielsweise Tombak ersetzen die früher üblichen Bleigeschosse. Nach anfänglicher Skepsis haben sich die bleifreien Geschosse mittlerweile in der jagdlichen Praxis gut bewährt. Bei Jagdeinladungen in andere Bundesländer sollte unbedingt mit dem Revierinhaber oder Jagdleiter abgesprochen werden, welche Gesetzeslage für Jagdmunition vor Ort gilt und darauf geachtet werden, dass die zulässige Munition mitgebracht und verwendet wird.

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